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Stuttgart und kein Ende - wie geht es weiter?
Es hat kein Ende des Streites um das Großprojekt der Bahn in Stuttgart gebracht , dass der bei der Schlichtung zwischen der Bahn und den Gegnern vereinbarte Stresstest zugunsten der Bahn ausgegangen ist, und die Gegner nicht Recht bekommen haben. Sie protestieren weiter und wollen einfach nicht aufgeben. Man gewinnt immer mehr den Eindruck, dass die Projektgegner „Protestierer aus Prinzip“ sind, denen es eigentlich gar nicht mehr um die Sache geht. Mit einer Starrheit wird gegen jede Planung, praktisch gegen alles was geplant und von vielen für wichtig und richtig gehalten wird. zum Protest aufgerufen. Sie gehen davon aus, dass alles was Fortschritt ist, unbedingt verhindert werden muss. Dazu passt auch der vollkommen falsche Begriff „Wutbürger“ für dieses Oppositionsverhalten, der Alles, auch jedes illegale Handeln, begründen soll, nicht. Es ist im Grundsatz schon richtig wachsam zu sein und rechtzeitig zu protestieren, aber irgendwann muss auch die Einsicht gegeben sein, wenn die Argumente ausgetauscht sind und vor allem nach einer „Schlichtung“ Kompromisse beschlossen wurden, dass diese eingehalten werden. Wenn sich dabei ergibt, dass die Befürworter recht haben und der Test ein negatives Ergebnis für die Gegner ergeben hat, wird dennoch weiter protestiert.
Es soll nun nochmals ein neuer Test veranstaltet werden. Auch ein neuer Bauvorschlag wurde vom Schlichter Geißler plötzlich auf den Tisch gelegt und als Überraschung präsentiert. Der Fernverkehr soll dabei unter der Erde und der Nahverkehr oberirdisch abgewickelt werden.
Die grün -rote Landesregierung von Baden-Württemberg lobt diesen Vorschlag.
Schön und gut, bis sich herausstellt, dass dieser Vorschlag „ein alter Hut“ ist und bereits vor ein paar Jahren geprüft und verworfen wurde. Dank dem Bundesverkehrsminister Ramsauer, der über diesen Sachstand umgehend die Öffentlichkeit informierte.
Wie geht es aber jetzt in die Stuttgart weiter. Die Bahn vergibt neue Aufträge in Höhe von rund 700 Millionen Euro. Damit sind rund 25% des gesamten Bauvolumens vergeben. Die Bauarbeiten werden auch Vorort fortgeführt.
Trotzdem muss gefragt werden. wie wird das Projekt endgültig gebaut werden oder ob doch noch ein Umfall der Bahn erfolgt. Könnte darüber nicht auch ein Befürworter des großen Bahnprojekts Stuttgart nicht auch zum „Wutbürger“ werden, weil es nur mit Stottern weitergeht und für die Zukunft zu befürchten ist, dass fast nichts mehr gebaut werden kann, ohne dass große Auseinandersetzungen, die natürlich auch Munition für die Wahlkämpfe in Bund und Ländern, und auch den Kommunen sind, stattfinden.
Heute in Stuttgart der Hauptbahnhof und morgen in München die dritte Startbahn, wobei eine vollständige Liste der bekämpften Bauprojekte lang werden würde. Worum geht es?
Ach so, doch auch um politische Macht und Krawall. Die Berufsprotestierer finden immer etwas wogegen zu protestieren es sich lohnt um sich hervorzutun. Auch Kinder werden mit Transparenten zu Demonstranten gemacht, obwohl sie die meisten Texte vielleicht gar nicht begreifen können. Ferner finden sich leider auch viele Mitläufer, die verführt werden, zu glauben, dass das gegen was sie kämpfen, für unser Land und dessen Zukunft wichtig ist. Das „Demonstrieren“ ist schon ein moderner Zeitvertreib geworden, jedenfalls ist es „In“.

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