Nachrichten

Zum 100 jährigen Bestehen CGDE
Hauptstation „Mittelpunkt der Festakt“
Im Mittelpunkt der Feiern stand am Mittwoch, 21.Mai 2008 der Festakt „100 Jahre CGDE“.
Nachdem die festliche Stunde mit dem großen Lobpreis der Christen, dem gemeinsam gesungenen „Großer Gott wir loben Dich“. - Lob und Preis für 100 Jahre, Dir Herr und Gott begonnen worden war, begrüßte der Bundesvorsitzende Alfred Junker viele Gäste und Freunde, an deren Spitze den Bundesvorsitzenden des Christlichen Gewerkschaftsbundes Deutschlands Matthäus Strebl, der auch die Festrede hielt. Aus Staat, Kirche und Verwaltung sind anzuführen, in Vertretung des Bischofs von Speyer, der Dekan des Saar – Pfalzkreises Pfarrer Pirmin Weber, für die Gemeinde Kirkel der 1. Beigeordnete der Gemeinde Kirkel, Herr Wentz und für die Arbeitskammer Saarland, Herr Rainer Lupp. Für die Sparda Bank Südwest wurde Herr Ilmar Schichtel gegrüßt.
Besonders groß war der Kreis der Teilnehmer aus den christlichen Gewerkschaften, die zumeist durch die Vorsitzenden oder ihren Stellvertreter vertreten wurden. Ein besonderer Gruß galt dem ehem. CBG-Sekretär und großen Kämpfer für den CGB, Dr. Bernhard Koch, der viel Beifall erhielt.
  
Für den Kooperationspartner der CGM konnte deren stv. Bundesvorsitzender und Vorsitzender des CGB - Landesverbandes Saarland, Adalbert Ewen begrüßt werden. Der Bundesvorsitzende des CGPT, Ulrich Bösl sprach ebenso ein herzliches Grußwort, wie die in Vertretung, für den DHV anwesenden Udo Müller und für die CÖD Herbert Lafontaine.
  
Der Vorsitzende des CGB Matthäus Strebl, Berlin, hielt die Festrede. Nach seinen Glückwünschen zum 100-jährigen Gewerkschaftsjubiläum der CGDE führte er aus, dass die Geschichte der deutschen Gewerkschaftslandschaft vor und nach dem Ende des zweiten Weltkriegs ohne die Arbeit der Mitgliedsgewerkschaft der Christlichen Eisenbahner im Christlichen Gewerkschaftsbund Deutschlands um ein vielfaches ärmer gewesen wäre. Denn das Tun und Wirken christlicher Gewerkschaften war und ist immer von dem Willen getragen worden, den Menschen und sein soziales Umfeld in den Mittelpunkt zu stellen. Nicht die Arbeit oder der Staat, sondern der Mensch soll im Mittelpunkt stehen. Nicht Aktienkurse und Börsengänge, sondern der Mensch ist das Maß aller Dinge.
Wir als christliche Gewerkschafter müssen immer wieder den Ausgleich zwischen Eigenverantwortung und dem oft so lauten Ruf nach gesetzlichen Regelungen finden - ob es nun die Lösung
forderte der Redner.
Der CGB Vorsitzende Strebl wies dazu auf Präsident Kennedey der bei seiner Antrittsrede seiner Antrittsrede im Januar 1960 sagte:
„Frage nicht, was der Staat für Dich tut. Frage, was Du für den Staat tun kannst.“
Aber wer fragt tatsächlich, was er für die Gesellschaft, für andere tun kann?
Menschen, die so fragen und vor allem auch danach handeln, gehören ganz sicher, Kolleginnen die Mitglieder der CGDE dazu.
Sie haben diese Frage seit 100 Jahren in Ihrer Arbeit mit Leben gefüllt. Sie haben sich um die Menschen in Deutschland und um die Beschäftigten bei der Bahn gekümmert und haben damit einen wertvollen Beitrag für die gesamte Gesellschaft erbracht.
Es ist längst nicht alltäglich dass eine Gewerkschaft auf eine hundert jährige Geschichte zurück blicken kann. Und ich bin der Überzeugung führte Strebl aus, dass eine solche Tradition nur im Christlichen Gewerkschaftsbund gepflegt werden kann. Was mich besonders freue sei, dass es in unserer globalisierten und schnelllebigen Gesellschaft immer noch Menschen gibt, die über den privaten Tellerrand hinausblicken und sich für andere mit Herz einsetzen.
Dafür gebühre der CGDE Dank und große Anerkennung!
Die 100 Jahre waren für die CGDE eine bewegte Zeit, mit Höhen und Tiefen. Und diese 100 Jahre sind im Rückblick ein Zeitabschnitt, in der die Geschichte wiederholt aus den Fugen geraten war und wie wir wissen, eine neue Weltordnung mit neuem Gedankengut entstanden ist.
Das betrifft ebenso die Entwicklungen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft wie jene in Moral, Ethik und Weltanschauung.
Matthäus Strebl nutzte die Gelegenheit über die Geschichte der CGDE einen Überblick zu geben, um ihre Verdienste für den CGB zu würdigen und die Bedeutung für die Gewerkschaftslandschaft in Deutschland aufzuzeigen.
 |
Bereits 1921 kurz nach ihrer Gründung traten die Christlichen Gewerkschaften dem Internationalen Bund der Christlichen Gewerkschaften bei, besonders hervorzuheben ist die gute Zusammenarbeit mit der Christlichen Internationale des Verkehrspersonals. |
 |
 |
Die erste Ortsgruppe, die in die Geschichte der Christlichen Eisenbahnergewerkschaft einging, ist die Ortsgruppe Losheim (hier im Saarland) |
 |
 |
Die erste Ortsgruppe, die in die Geschichte der Christlichen Eisenbahnergewerkschaft einging, ist die Ortsgruppe Losheim (hier im Saarland) |
 |
 |
Von 1925 an war die heutige CGDE selbstständiger Berufsverband im Gesamtverband Deutscher Beamtengewerkschaften. |
 |
 |
Und noch vor dem Zweiten Weltkrieg übte die CGDE starken politischen Einfluss auf dem sozial- und gewerkschaftspolitischen Gebiet aus. |
 |
 |
Unter dem Naziregime, wie alle anderen Gewerkschaften verboten, wurde die CGDE 1955 im Bundesgebiet wieder gegründet. |
 |
 |
Große Erfolge erzielte die CGDE bei den ersten zugelassenen Betriebsratswahlen im Saarland 1957. |
 |
 |
Bedeutender Mitstreiter im Saarland in diesen Zusammenhang ist Peter Hahn, der 14.03.1956 der erste Vorsitzende der Christlichen Eisenbahnergewerkschaft wurde. Herausragend war sein Eintreten für die christlich, soziale Idee und sein unermüdlicher Kampf, dafür, dass das Saarland zu Deutschland zurückkehrte. |
 |
 |
Am 31. Mai 1958 wurde das 50-jährige Jubiläum in Saarbrücken mit zahlreichen Gästen gefeiert und von da an ergänzte sie ihren Namen und nannte sich „Christliche Gewerkschaft Deutscher Eisenbahner“ CGDE. |
 |
 |
Im ganzen Bundesgebiet wurden Bezirksverbände, Ortsverbände und Betriebsgruppen der CGDE gegründet, vor allen in den Werken der Deutschen Bahn – ebenfalls ein Verdienst von Peter Hahn. |
 |
 |
Am 27. Juni 1959 fand im Mainz der Gründungkongress des Christlichen Gewerkschaftsbundes Deutschlands statt, wobei die CGDE sofort dem CGB beitrat. |
 |
 |
Im Jahr 1962 gründete sich die bewährte Tarifgemeinschaft der Eisenbahner zwischen GdL, der GDBA und der CGDE. |
 |
 |
Nicht unerwähnt soll sein, dass mit den frühen achtziger Jahren die schwere Zeit für die Eisenbahner beginnt, da immer mehr Personal abgebaut wurde, zudem wurde die Bahnreform vorbereitet und brachte große Unruhe unter die Kollegen. |
Ab 1994 übernahm Theo Ahr den Bundesvorsitz der CGDE und hat sich bis zu seinem Tod im Jahr 2002 große Verdienste für die CDGE erworben. Sein Nachfolger als Bundesvorsitzender wurde Alfred Junker.
Der Jubelverband entsendet Mitstreiter in viele Gremien bei der Bahn und beim CGB
Und sonstigen gemeinnützigen Vereinigungen.
Der Bundesvorstand der CGDE und deren Vorsitzender Junker arbeiten nach dem Vermächtnis des Ehrenlandesvorsitzenden des Landesverbandes Bayern der CGDE, Arthur Schäbler, der sagte:
„Wir Christen habe eine Welt zu gewinnen und die Pflicht, uns stets für unsere Christlichen Ideale und für unsere Mitmenschen überall uneingeschränkt einzusetzen“.
Dies zeichnet die Arbeit der Christlichen Eisenbahner aus, die trotz allgemeiner Gewerkschaftsverdrossenheit nicht aufgeben.
Matthäus Strebl ruft den Teilnehmern am Festakt zu: „Von dem Vermächtnis des Ehrenlandesvorsitzenden Schäbler gestärkt, ja motiviert, rufe ich Ihnen zu, wir haben als CGB eine Welt zu erobern, indem wir Mitglieder und Mitstreiter für unsere Eisenbahner gewinnen und vor allem junge Menschen begeistern.“
Wir sind alle gefordert und daher sage ich Ihnen die volle Unterstützung des CGB zu.
Und daher bin sicher, dass wir einen Weg finden, die CGDE mit Erfolg in die Zukunft zu führen. Wir haben die Pflicht und die Aufgabe, liebe Freunde, packen wir sie gemeinsam und mit Mut an!
Verehrte Kollegen!
Wie sich die Gründer der CGDE im Jahr 1908, also vor 100 Jahren, ohne Zögern den gewaltigen gewerkschaftspolitischen Aufgaben stellten, so werden auch wir uns im Jahr 2008 und in Zukunft den nicht minder schwierigen Herausforderungen stellen. Der Aufbau einer menschenwürdigen Arbeitswelt ist längst noch nicht gelungen.
Die Gleichsetzung von menschlicher und maschineller Arbeitskraft schreitet immer weiter voran. Gerade hier und heute, führte Matthäus Strebl, aus gilt es verstärkt für das Menschenbild der christlichen Soziallehre einzutreten.
Mit unserer gemeinsam gesungen Nationalhymne: „Einigkeit und Recht und Freiheit“
wurde der Festakt und die Feier de 100- jährigen Jubiläums der CGDE beendet.
Für die musikalische Begleitung des Festaktes danken herzlich wir dem Bläserquartett des Musikvereins Schmelz.
 |